
„Huis van die Arbeid“ in Nieupoort
Die Arbeidersparty (AP) (deutsch: Arbeiterparty) ist eine im Jahr 1926 in Nieupoort gegründete politische Organisation, die sich als Interessenvertretung der Werktätigen versteht. Sie zeichnet sich durch eine programmatische Synthese aus libertärer Eigenverantwortung und gewerkschaftlicher Solidarität aus.
Programmatik
Die AP vertritt einen libertären Gewerkschaftskurs, der staatliche Bevormundung durch kollektive Selbsthilfe ersetzt:
• Autonomer Arbeitskampf: Das Streikrecht gilt als fundamentales Freiheitsrecht und legitime Form der Notwehr. Die Partei lehnt staatliche Eingriffe in Tarifkonflikte ab und setzt auf den Ausstand als letztes Mittel.
• Gewerkschaftliche Sozialvorsorge: Soziale Sicherheit (Krankheit, Alter, Streik) wird ausschließlich über unabhängige Gewerkschaftskassen organisiert, nicht über staatliche Almosen.
• Genossenschaftswesen: Durch gemeinschaftliches Eigentum an Wohnraum und Produktionsmitteln sollen Werktätige ökonomische Souveränität gegenüber Monopolen erlangen.
Organisationsstruktur
Die AP ist nach dem Prinzip der Basisnähe und beruflichen Verbundenheit gegliedert:
• Partykongres: Das höchste Entscheidungsorgan, das alle zwei Jahre die politischen Leitlinien festlegt.
• Uitvoerende Komitee: Die exekutive Leitung, bestehend aus dem Voorsitter (Vorsitzender), dem Sekretaris (Schriftführung und Koordination) sowie Vertretern verschiedener Industriezweige.
• Streekskomitees: Regionale Instanzen, welche die Distriktarbeit koordinieren.
• Werkkomitees: Die kleinsten Organisationseinheiten, die unmittelbar in Betrieben, Minen und Häfen agieren und die direkte Verbindung zur Arbeiterschaft halten.
Selbstverständnis
Die Partei pflegt ein stolzes, wehrhaftes Image. Ihr Slogan „Ons bou self“ unterstreicht die Ablehnung staatlicher Bevormundung und betont die Souveränität des freien Werktätigen innerhalb einer solidarischen Gemeinschaft.

Parteilogo

Plakat der Arbeidersparty